Naturmandalas sind kleine, temporäre Kunstwerke, die aus und in der Natur entstehen. Lies hier über diese wunderbare, meditative Beschäftigung und kreiere anschließend dein eigenes Mandala, wenn du magst. 🙂
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Mandalas sind in vielen spirituellen und kulturellen Traditionen ein Symbol für Ganzheit und Harmonie – bestimmt hast du sie schon einmal hier und da gesehen.
Ein Mandala symbolisiert etwas, das einen Mittelpunkt hat und von dem ausgehend sich Strukturen harmonisch entfalten. Naturmandalas sind demnach ebenfalls symmetrische Muster, die aus natürlichen Materialien wie Blättern, Steinen, Blüten, Samen oder Muscheln gelegt werden. Der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt.
Eine Übung in absichtslosem Handeln
Man mag sich die Frage stellen, wozu das gut sein soll, und sie ist allzu nachvollziehbar, ist doch das Erschaffen dieser kleinen Kunstwerke eine ganz und gar temporäre Sache. Ein Platzregen, eine kräftige Windböe – und alles ist dahin.
Jedoch liegt gerade darin der unglaublich große Reiz dieser wundervollen Beschäftigung: Es ist eine Übung in Geduld, in absichtslosem Handeln. Ein Naturmandala (häufig auch unter der Bezeichnung Earth Art oder Land Art zu finden) führt einem unweigerlich die Schönheit des jeweiligen Moments vor Augen – aber eben auch die Vergänglichkeit allen Seins.
Mit Naturmandalas den Geist beruhigen
Wenn man also bereit ist, eben diese Vergänglichkeit zu zelebrieren und Zeit zu investieren, ohne einen dauerhaft sichtbaren Gewinn aus seinem Tun zu ziehen (für mich die schwierigste aller Aufgaben 😉 ), dann kann man beginnen, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen – und wird feststellen, dass das Legen eines solchen Mandalas ganz wunderbar dabei hilft, den Geist zu beruhigen und somit Achtsamkeit zu fördern.
Überdies stärkt es auf ganz zauberhafte Weise die Beziehung zu Mutter Erde. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist es auch eine wunderbare Beschäftigung für Kinder: es unterstützt die Konzentrationsfähigkeit, stärkt das Bewusstsein für die Natur, fördert die Kreativität – und bringt die Kleinen hinaus an die frische Luft.
Die Materialien
Die Auswahl der Materialien hängt von der Jahreszeit und dem Ort ab. Wähle am besten respektvoll nur das aus, was in der Natur schon gefallen oder leicht zu entnehmen ist. Hier ist ein bisschen Inspiration für dich:
Frühling: Blumen, frisches Gras, heruntergefallene Blüten von Obstbäumen, etc. (Bitte sei gut zur Natur und pflücke keine Blüten von den Bäumen oder noch intakten Pflanzen – die Insekten benötigen den Nektar dringender als du dein Naturmandala! So braucht die Suche nach schönen Materialien vielleicht ein wenig mehr Zeit, ist dafür aber absolut umweltverträglich.)
Winter: Tannenzapfen, Äste, Moos, gefrorene Elemente wie Eiskristalle.
Die Gestaltung
Der eigentliche Prozess der Gestaltung ist dann im Grunde genommen denkbar einfach:
Bestimmung des Ortes: Ein ruhiger, flacher Platz, idealerweise in der Nähe der Fundstelle der Materialien.
Design wählen: Beginne in der Mitte und arbeite dich nach außen vor, um die Symmetrie zu bewahren.
Legen des Mandalas: Ordne die Materialien kreisförmig oder in Mustern deiner Wahl an.
Mandalas aus Naturmaterialien zu legen schenkt uns lauter wohltuende, heilsame Erfahrungen und passt perfekt in einen bewussten, entschleunigten und achtsamen Lebensstil.
Kreative Schaffensprozesse in der Natur sind für mich nicht nur ein kreativer Akt; vielmehr empfinde ich es als eine Form der Meditation. Sie erfordern ein bewusstes Wahrnehmen und Verweilen im Moment, und die regelmäßige Auseinandersetzung mit der natürlichen Welt hilft, ein inneres Gleichgewicht zu finden und gleichzeitig sein eigenes schöpferische Potenzial zu stärken.
Falls du also noch nie solch ein Muster in der Natur gelegt hast: Probiere es einfach aus und werde zum Earth-Art-Künstler – es macht unglaublich viel Freude. 🙂
Hier findest du hilfreiche Tipps rund um das Thema Slow Living im Alltag: Wie kann eine Umstellung gelingen und was braucht es dafür? Lass‘ uns einen Blick auf verschiedene Aspekte und Ideen werfen.
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Die Lebensweise des Slow Living in das tägliche Tun zu integrieren, stellt einen Prozess dar, dem – wie allem Neuen – Zeit gegeben werden sollte, um sich entfalten und festigen zu können.
In den meisten Fällen sind kleine, schrittweise Veränderungen ohnehin nachhaltiger als schnelle, radikale Grunderneuerungen. Es ist schließlich kein geringes Unterfangen, die individuelle Lebensweise umfassend zu hinterfragen und sie in relevanten Bereichen durch neue, gesündere und verträglichere Praktiken zu ersetzen.
Meine Empfehlung ist daher, nicht gleich zu viel von sich selbst zu erwarten und in kleinen Schritten voranzugehen. Auf diese Weise erreichen wir am ehesten eine Veränderung, die von Dauer ist – und das ist es ja schließlich, was wir letztendlich anstreben, wenn wir beginnen, unsere Gewohnheiten umzuwandeln.
In den meisten Fällen sind kleine, schrittweise Veränderungen nachhaltiger als schnelle, radikale Grunderneuerungen.
Im Folgenden sei einmal grob umrissen, wie die ersten Schritte sich gestalten könnten, wenn du beginnen möchtest, Slow Living im Alltag zu leben.
Stress – ein komplexes Thema
Gut für den Einstieg in ein entschleunigtes Leben ist es meiner Empfindung nach, eine kleine, einfach gehaltene Analyse des eigenen Lebensrhythmus aufzustellen.
Werfen wir dafür zunächst kurz einen Blick auf das Thema Stress.
Die Entstehung von Stress ist ein komplexes Thema. Da gibt es auf der einen Seite die äußeren Umstände und auf der anderen Seite unsere Reaktion darauf. Äußere Umstände können wir nicht immer ändern – die Art, wie wir mit ihnen umgehen, hingegen schon. Allerdings braucht eine grundlegende Veränderung unserer Verhaltens- und Reaktionsmuster oftmals Jahre und professionelle Unterstützung. Sich selbst so sehr in der Tiefe zu beleuchten, ist unglaublich lohnend; so weit wollen und können wir an dieser Stelle jedoch gar nicht gehen.
Vielmehr möchte ich den Fokus einmal darauf legen, was wir aus eigener Kraft hier und jetzt verändern können. Die Slow-Living-Philosophie kann und soll immer nur unterstützend wirken und keinesfalls eine Therapie ersetzen. Es ist vielmehr eine Lebenseinstellung, die begünstigende Faktoren für mehr Ruhe und Raum im alltäglichen Leben schafft.
Den Alltag analysieren
Beginnen kannst du sinnvollerweise mit einer Art „Bestandsaufnahme“ der dir zur Verfügung stehenden Zeit und wie du sie nutzt. Ein guter erster Schritt ist beispielsweise, eine Woche lang deinen Alltag zu protokollieren. Das mag im ersten Augenblick seltsam anmuten, ist jedoch ein unglaublich hilfreiches Tool.
Notiere dir, wieviel Zeit du für Arbeit, Freizeit, Familie, digitale Medien und andere Aktivitäten aufwendest. Diese Analyse kann aufzeigen, welche Bereiche unverhältnismäßig viel Energie beanspruchen und wo Prioritäten verschoben werden könnten.
Multitasking als Problem
Auch das Erkennen „digitaler Stressoren“ ist hilfreich, wenn nicht sogar unerlässlich. Viele Menschen unterschätzen die Belastung, die durch ständige Erreichbarkeit oder Multitasking entsteht. Somit ist es nicht nur die sogenannte Bildschirmzeit an sich, die Energie rauben kann, sondern es sind auch die Dinge, die zeitgleich passieren:
Eine Nachricht im Messenger beantworten, während man eigentlich gerade mit dem Haushalt beschäftigt ist; Dinge mit dem Partner besprechen, während man nebenbei im Internet surft; während des Telefonierens aufräumen … die Beispiele sind zahllos. So etwas sollten wir lernen zu erkennen und zu vermeiden – es raubt uns wertvolle Kraft!
Den Alltag in Balance bringen
Hilfreich ist es außerdem, die individuellen Bedürfnisse zu identifizieren. Slow Living im Alltag wirklich zu leben bedeutet, den persönlichen Rhythmus zu finden – einen, der Raum für Regeneration und Freude lässt.
Wenn du magst, überlege einmal ganz grundsätzlich, welche Aktivitäten dir Energie geben und welche dich auslaugen, und stelle sie am besten schriftlich gegenüber. Dies halte ich für einen essenziellen Schritt, denn zwar kann nicht alles, was unangenehm anmutet, vermieden werden; jedoch finden wir durch eine gründliche Analyse leichter Wege, um unseren Alltag besser in Balance zu bringen.
Hier ein paar kleine Schritte für den Einstieg:
Digitale Entgiftung: Wenn es dir hilft, lege bestimmte Zeitfenster für Offline-Zeiten fest. Entsprechende Apps können helfen, die Bildschirmzeit zu überwachen.
Zeit für Achtsamkeit: Beginne den Tag mit zunächst ganz kleinen Achtsamkeitsübungen wie etwa Fünf-Minuten-Meditationen oder tiefem Atmen.
Einfache Genussmomente: Integriere bewusste Rituale in deinen Alltag, wie das Genießen einer Tasse Tee oder das Zubereiten einer Mahlzeit ohne Eile. Diese kleinen Veränderungen fördern eine positive Wahrnehmung des Moments und stärken das Gefühl der Zufriedenheit.
Qualität über Quantität
Generell ist es wichtig, das richtige Mindset zu entwickeln. Wenn Qualität über Quantität gestellt werden soll, bedeutet dies nicht nur, Dinge bewusster wahrzunehmen und öfter im gegenwärtigen Moment zu verweilen, sondern auch, Dankbarkeit zu entwickeln für das, was in unserem Leben ist. Dankbarkeit kann sich jedoch häufig erst einstellen, wenn das Leben bereits ein wenig entschleunigt ist, weil zuvor nicht ausreichend Kapazität für die notwendige Wahrnehmung vorhanden war.
Und hier sind wir wieder beim Faktor Zeit: Nichts geht von heute auf morgen, nicht alles wird einfach umsetzbar sein. Und vieles von dem, was du an Tipps auf dieser Webseite findest, möchtest du vielleicht auch gar nicht umsetzen; schließlich passt nicht alles für jeden.
Sich mit sich selbst auseinandersetzen
Wenn ich dir jedoch eines ans Herz legen darf, und das ist sozusagen mein größter Wunsch und meine beste Empfehlung für dich: Wenn du es bisher noch nicht oder eher verhalten getan hast, beginne, dich intensiv mit dir selbst, deinem Körper und deiner Psyche auseinanderzusetzen.
Hinterfrage deine Verhaltensweisen, versuche, ehrlich zu dir zu sein, erforsche dein Inneres – vielleicht sogar gemeinsam mit einem Coach, Psychologen oder Heilpraktiker. (Das wäre dann die Annäherung an sich selbst auf sehr tiefer Ebene, die ich eben erwähnte. Als jemand, der selbst schon einmal über längere Zeit psychologische Beratung in Anspruch genommen hat, kann ich sagen, dass es sich immer lohnt, sein eigenes Ich, dieses wilde Gebilde, das sich über viele Jahre ge- und verformt hat, gemeinsam mit einer weiteren Person intensiv anzusehen. Viel Hemmendes, Behinderndes und Unangenehmes lässt sich auf diese Weise auflösen und lockern.)
Und wenn du magst, schau dir ebenfalls einmal verschiedene spirituelle Richtungen an. Mein Interesse beispielsweise bewegt sich im Bereich der christlichen und islamischen Mystik sowie dem Buddhismus (der übrigens ganz viel Psychologie enthält und ein wunderbarer Weg der Selbsterforschung ist). Das ist nun vielleicht schon ziemlich tiefgehend und speziell, aber es gibt tausend andere Wege, die zu gehen es sich ebenfalls lohnt. Es muss ja nicht gleich ein Theologiestudium sein. 😉
Ich denke da für Anfänger zum Beispiel an Meditations-Treffen, Tai Chi-Übungen, Achtsamkeits-Kurse, Yoga, … All diese Dinge können sich unglaublich förderlich auswirken. Und ich glaube, die Welt braucht Menschen, die bereit sind, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Vielleicht heute mehr als jemals zuvor. Denn nur wo im Inneren Frieden herrscht, kann er in die Welt getragen werden.
Jeder Schritt ist ein Erfolg
Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass es keinen „perfekten“ Weg gibt, Slow Living im Alltag umzusetzen. Jeder Schritt in Richtung Achtsamkeit und Entschleunigung ist ein Erfolg. Es mag hin und wieder herausfordernd sein, doch die Belohnung ist ein Leben voller bewusster Momente und sehr viel mehr Erfüllung.
Hier erfährst du spannende Hintergründe, Infos und Tipps zur Anwendung verschiedener Klangschalen, Tempelglocken und Zimbeln.
Klangschalen und Klanginstrumente sind wunderbare Tools, um eine heilsame, meditative Atmosphäre zu schaffen: Sie können uns auf einfache Weise darin unterstützen, mehr Ruhe, Gelassenheit und innere Einkehr zu erfahren.
Grund genug, um einen genaueren Blick auf die Herkunft und Anwendung verschiedener Arten von Klangschalen sowie Zimbeln und Tempelglocken zu werfen.
Erste Erfahrungen
Einige Jahre ist es nun schon her, dass ich meine ersten Erfahrungen mit Klangschalen machte. Ich erinnere mich daran, dass ich wie verzaubert war, nachdem ich sie zum ersten Mal angeschlagen hatte. Der Klang schien nicht nur den Raum zu durchdringen, sondern auch auf ganz sonderbare Weise meine Gedanken zu ordnen und mein Inneres zu beruhigen.
In der Folge kaufte ich mir einige weitere Klangschalen, darunter auch eine Kristallklangschale, die ich bei einer Freundin kennengelernt hatte, sowie ein paar Zimbeln. Heute nutze ich diese wunderbaren Instrumente regelmäßig, um nach einem arbeitsreichen, input-lastigen Tag zur Ruhe zu kommen.
Tibetische Klangschalen
Die Klangschale trägt die Gabe in sich, etwas zur Entfaltung zu bringen, das in unserer modernen Hektik oftmals zu wenig Raum findet, nämlich tiefe Ruhe und Entspannung. Der beim Schlagen bzw. Streichen des Klöppels entstehende Ton scheint wie eine Einladung zum Innehalten, Lauschen und Eintauchen in uns selbst.
Klangschalen und ihre Geschichte
Die bekanntesten Klangschalen sind wohl die ganz schlicht anmutenden, golden schimmernden tibetischen Klangschalen. Jedoch darf man diese Bezeichnung eher als die Beschreibung einer Produktgattung verstehen, denn die meisten Schalen dieser Art stammen heutzutage tatsächlich nicht aus Tibet, sondern aus Indien. Ebenso produziert werden sie in den umliegenden Regionen des Himalayas, z.B. in Nepal und Bhutan. Sie bestehen aus einer Kupfer-Zinn-Legierung, meist mit einer Reihe von Begleitmetallen.
Um die Geschichte der Klangschalen ranken sich viele Mythen. Eine der Auffassungen besagt, dass die Ursprünge der Schalen bis ins Altertum zurückreichen, und dass durch die Besetzung Tibets durch China im vergangenen Jahrhundert viel altes Wissen über die Geschichte und die Wirkweise der tibetischen Klangschalen verlorengegangen ist.
Wissenschaftliche Stimmen betonen, dass es derzeit keinerlei Belege für eine altertümliche Herstellung und Nutzung der Schalen als Therapie-, Klang- oder Meditationsobjekt gibt.
Wie auch immer die Geschichte der Klangschalen sich tatsächlich zugetragen haben mag – Fakt ist, dass sich die tibetischen Klangschalen heutzutage großer Beliebtheit erfreuen, und das aus gutem Grund: Sie wirken einfach. Meist werden sie als sogenannte Therapieklangschalen für eine Klangmassage verwendet, also für die Anwendung direkt auf dem Körper.
Klangmassage
Japanische Klangschalen – der Klang des Zen
Die japanischen Klangschalen werden auch Rin-Schalen genannt. Sie sehen den tibetischen Schalen sehr ähnlich, haben jedoch eine etwas massivere, klarere Form und sind hierzulande nicht allzu bekannt.
Klangschalen werden in Japan traditionell für Meditations- und Achtsamkeitszeremonien verwendet und sind häufig auch in Zen-Klöstern zu finden. Gelegentlich wird noch zwischen den japanischen und den Zen-Schalen unterschieden; dies bezieht sich allerdings hauptsächlich auf das Herstellungsverfahren: Japanische Klangschalen werden an Drehmaschinen gefertigt und das, was man häufig als Zen-Klangschale beschrieben findet, wird im Gussverfahren hergestellt.
Gemein haben sie jedoch den bestechend klaren, lange anhaltenden und sehr ausgeprägten Grundton sowie die Verwendungsart (selten bis gar nicht für Klangmassagen, eher in zeremoniellen Anlässen).
Kristallklangschalen – ein modernes Phänomen
Kristallklangschalen sind eine moderne Innovation, die ihren Ursprung in den 1980er Jahren in den USA hat. Sie repräsentieren sozusagen eine Weiterentwicklung der bisherigen Traditionen, kombiniert mit neuen technologischen Möglichkeiten. Kristallklangschalen werden aus reinem Quartz hergestellt, der bei sehr hohen Temperaturen geschmolzen und anschließend entsprechend in Form gegossen wird.
Kristallklangschale
Die Reinheit des Quartzes beträgt meist über 99 Prozent. Dies ermöglicht es den Schalen, die typischen klaren Töne mit langen Resonanzen zu erzeugen.
Ihre Frequenzen werden oft mit den Chakren, den Energiezentren des Körpers, in Verbindung gebracht. (Wenn du übrigens mehr über die Chakren und die Farben, die ihnen zugeordnet werden, erfahren möchtest, schau gerne einmal in diesen Blogbeitrag, in dem ich ausführlich darüber berichte.)
Wirkung und Anwendungsbereiche von Klangschalen im Detail
Klangschalen erzeugen durch das Anschlagen oder auch Anreiben bestimmte Schwingungen, die sich in Tönen und Obertönen manifestieren. Diese Schwingungen liegen im Wesentlichen in einem Frequenzbereich zwischen etwa 50 Hertz und 2000 Hertz (Hauptanteil des hörbaren Spektrums), wobei jede Schale aufgrund ihre Größe, Form und Materialzusammensetzung ganz eigene, für sie charakteristische Frequenzen entwickelt.
Klangschalen gibt es in vielen verschiedenen Größen.
Lasst uns also kurz zusammenfassen: Kristallklangschalen und japanische Klangschalen werden, wie bereits oben erwähnt, eher nicht auf dem Körper angewendet. Dafür eignen sie sich jedoch besonders gut zur energetischen Raumreinigung, zur Meditation oder zur Arbeit mit Chakren und werden dabei frei im Raum platziert. Dass die Anwendung dieser Schalen nicht direkt auf dem Körper passiert, schmälert das Wirkerlebnis jedoch in keiner Weise. Wer schon einmal die unglaubliche Kraft einer Kristallklangschale erlebt hat, wird mir beipflichten.
Die tibetischen Klangschalen hingegen kann man ganz wunderbar auf dem Körper anwenden und sie somit für eine typische Klangmassage nutzen. Im Folgenden sei einmal grob beschrieben, welche der tibetischen Schalen man für welchen Körperteil verwenden sollte:
Da haben wir zunächst einmal die großen tibetischen Schalen bzw. Therapieklangschalen, die auf niedrigen Frequenzen schwingen. Sie ergeben einen tiefen, geerdeten Ton und werden im unteren bis mittleren Bereich des Körpers angewendet. Somit sind sie ideal für die Arbeit mit dem Unterbauch, dem Becken und dem unteren Rücken. Nicht geeignet hingegen sind sie für die Anwendung in Kopfnähe. Das Anschlagen von Schalen dieser Größe wird häufig als sehr beruhigend wahrgenommen.
Klangbeispiel einer großen und somit niedrig schwingenden tibetischen Klangschale
Die mittelgroßen tibetischen Schalen bzw. Therapieklangschalen werden aufgrund ihrer etwas höheren Frequenz im Brust- und Herzbereich eingesetzt. Anwender berichten häufig, dass sie durch das Anschlagen mittelgroßer Schalen in der Lage sind, Emotionsblockaden besser zu lösen.
Schließlich gibt es noch die kleinen Therapieklangschalen: Diese klingen sehr hell und sind besonders gut für den Kopf- und Stirnbereich geeignet. Viele Menschen berichten, dass diese kleineren Schalen durch ihre hohen Frequenzen eine Art energetische Reinigung bewirken. Dies kann ich bestätigen – bei Nackenverspannungen oder Kopfschmerzen erfahre ich ihre Anwendung als sehr hilfreich.
Zimbeln – kleine Instrumente mit großer Wirkung
Zimbeln, auch Tingshas genannt, sind kleine Klanginstrumente, die traditionell im tibetischen Buddhismus verwendet werden, sich jedoch auch hierzulande immer größerer Beliebtheit erfreuen.
Klassische Zimbeln
Sie sind durch ein Band, meist aus Leder, miteinander verbunden und häufig mit dem Symbol des „Om“, Buchstaben oder spirituellen Zeichen verziert und repräsentieren für viele die Dualität des Lebens, etwa Himmel und Erde, Geist und Materie, etc. – aber eben auch deren Harmonie und das Zusammenbringen der dualistischen Kräfte.
Häufig werden Zimbeln in Klangsessions und bei Achtsamkeitsübungen eingesetzt. Die Handhabung ist denkbar einfach: Man schlägt sie sanft (!) aneinander.
Klangbeispiel einer kleinen Zimbel
Ich persönlich verwende sie am liebsten zum Ein- und Ausleiten einer Meditation.
Chinesische Tempelglocken
Der Begriff „Tempelglocke“ ist eigentlich ein wenig irreführend, denn die chinesischen Tempelglocken sehen genau genommen gar nicht aus wie eine Glocke, sondern vielmehr wie eine Klangschale. Deshalb werden sie häufig auch unter dem Begriff „chinesische Klangschale“ geführt.
Sie sind meist in schwarz gehalten und die Wand der Schale ist relativ dünn, wobei sie zum oberen Rand hin etwas dicker wird. (Hier findet ihr ein Beispielbild.) Der Klang dieser Schalen ist sehr klar; ähnlich wie die japanischen Klangschalen bestechen sie durch einen reinen, lange anhaltenden Ton. Auch diese Klangschalen werden eher für Zeremonien und Meditationen als für Massagen eingesetzt.
Ein interessanter Fact ist übrigens, dass diese chinesischen Tempelglocken ursprünglich gar nicht aus China kommen, sondern aus Taiwan, das zwar zeitweise zu China gehörte, jedoch ebenso als japanische Kolonie diente und heute unabhängig von beiden Mächten als souveräner Staat agiert.
Die verborgene Kraft nutzen
Ob nun die Therapieklangschalen, die Kristallklangschalen, Zimbeln oder Tempelglocken – sie alle verbinden uns mit unserem Inneren und laden uns dazu ein, zu erfahren, dass in Klang und Schwingung eine tiefe, heilsame Kraft verborgen liegt, die wir uns zunutze machen können, um mehr Wohlbefinden und Gelassenheit im Alltag zu erlangen.
verzierte, mit Wasser gefüllte Klangschale – das Wasser macht die Schwingungen sichtbar
Der große Vorteil dieser Klanginstrumente ist, dass wir sie nicht nur in Gemeinschaft, sondern auch in der Einzelanwendung nutzen können.
Ebenso muss es keineswegs immer gleich ein ganzes Set an Klangschalen sein. Schon mit einer einzigen Schale kann man in der Partner- oder Selbstanwendung wunderschöne, entspannende Effekte erzielen.
Falls du nun Lust bekommen haben solltest, dich einmal an der Klangschale auszuprobieren, wünsche ich dir viele heilsame Momente und Freude beim Entdecken deines persönlichen Klang-Weges.
Zu viel um die Ohren? Vielleicht ist unter diesen fünf einfachen Tipps zum Stressabbau etwas dabei, das dir zusagt. Erfahre hier, was helfen kann, um wieder in einen Zustand der relativen Ausgeglichenheit zu gelangen, so dass in der Folge weiterführende Entspannungstechniken besser greifen können.
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„Wenn der Mensch zur Ruhe gekommen ist, dann wirkt er.“ (Francesco Petrarca)
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Während ich diesen Artikel schreibe, sitze ich im Grünen. Es ist ein lauer Sommertag und ein leises Lüftchen geht. Ich befinde mich, so könnte man sagen, gerade in einer absolut stressfreien Zone. Für meine Kreativität ein Glücksfall; nicht immer kann man unter solch angenehmen Bedingungen schreiben, leben, arbeiten. Dankbarkeit macht sich breit. Solche Gegebenheiten waren rar in den letzten Monaten. Allzu oft überwog die Geschäftigkeit und in der freien Zeit war ich zu müde, um mir in ausreichendem Maße Gutes zu tun.
Apropos sich etwas Gutes tun – ich erinnere mich an eine Situation aus meiner Ausbildung zur Entspannungstherapeutin: Die Teilnehmer standen im Rund und vertrieben sich die Pausenzeit mit Smalltalk. Eine Dame war im Begriff, von einem eigentlich sehr unspektakulären Ereignis zu berichten (der Kontext sei hier einmal vernachlässigt) und setzte an, zu erzählen: „Tja, so etwas passiert mir auch hin und wieder. Zum Beispiel letztens. Da saß ich auf dem Sofa, meine Füße steckten gerade seit zwei Sekunden in einem Rosenbad, als es an der Tür klingelte…“ Sie wurde durch eine andere Kursteilnehmerin jäh unterbrochen: „Siehst du!“, rief sie laut aus, „genau das ist es! Genau das macht den Unterschied! Man muss es einfach nur tun!“ In ihrem Blick lag so etwas wie Sehnsucht.
Was sie meinte, war das Rosenbad. Ein Akt der Selbstfürsorge, eine Unterbrechung des rein funktionalen Daseins, eine Tat ohne Erwartung eines für andere sichtbaren Ergebnisses. Einfach so, inmitten – oder vielmehr trotz – des Alltags.
Wieder zu sich selbst finden
Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es fast wie ein inner-revolutionärer Akt anmuten kann, wenn man nach langer Zeit der übermäßigen Geschäftigkeit zum ersten Mal wieder etwas für sich selbst tut. Seltsam, fast fremd, fühlt es sich dann an, wieder Zeit auf das eigene Sein zu verwenden und nicht auf die äußere Welt. Es ist eine leise, zaghafte Annäherung an das ewige Sehnen, welches tief in uns wohnt. Das Sehnen nach Wohlgefühl, Heilung, Ganzwerden, Angenommensein. Nach der Abwesenheit von Stress.
Wenn ich mich lange nicht in ausreichender Form um mich selbst gekümmert habe, dann ist es mir oftmals nicht möglich, sofort wieder mit langen Meditationen oder Dergleichem zu beginnen. Da muss was Leichteres, Einfacheres her. Eine seichte Entspannungsmethode für den Wiedereintritt in ein stressreduziertes Leben quasi.
Doch…wie kann so etwas aussehen, welche Methode eignet sich, wenn es darum geht, überhaupt erst einmal wieder in eine gelassenere Grundhaltung zu finden? Die folgenden Punkte haben sich für mich und viele andere als sehr hilfreich erwiesen:
Natur-Erfahrungen
Es kann wahre Wunder wirken, sich nach stressigen Zeiten auf einen einfachen Spaziergang in die Natur zu begeben – am besten alleine, ohne Partner oder Freunde, denn auf diese Weise ist viel mehr „Wahrnehmungskapazität“ vorhanden: Wir können uns ganz der Natur widmen und uns als einen Teil von ihr erleben. Sehr gut für die ganz persönliche Natur-Zeit eignen sich Waldgebiete oder auch, falls möglich, das Meer bzw. ein Seeufer.
Naturgenuss und -wirkung 2.0 sozusagen entstehen übrigens, wenn man sich dazu entschließt, nicht nur umherzugehen, sondern sich an einen geeigneten Ort zu setzen (oder falls dies nicht möglich ist, hier und da für einen Augenblick stehenzubleiben) und seine Sinne zu trainieren:
Was höre ich?
Was sehe ich?
Was rieche ich?
Was spüre ich?
All das unterstützt das Verweilen im gegenwärtigen Moment, das Aufmerksamsein. Und es lässt Alltagsgedanken und -sorgen für eine Weile verstummen.
Ich empfehle übrigens, in der warmen Jahreszeit und auf geeignetem Untergrund (z.B. auf Wiesen, im Garten, im Sand, etc.), barfuß zu laufen. Das trainiert die Fußmuskulatur und schafft eine direkte Verbindung mit Mutter Erde, die reich an Elektronen ist. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass diese vom Körper aufgenommen werden können und dort antioxidativ wirken.1 Auch das Schwimmen in natürlichen Gewässern (also in Seen oder im Meer) hat einen ähnlichen Effekt.
Entspannungsmusik
Ruhige, meditative Klänge können dabei helfen, sich selbst wieder in die Ruhe zu führen. Meine Erfahrung ist: Je minimalistischer desto besser. In Zeiten von Streamingplattformen steht einem dafür eine schier unvorstellbar große Auswahl an Künstlern, Playlists und Klängen zur Verfügung. Nutzen wir doch einfach dieses Geschenk!
„Ich habe schon mehrfach die Erfahrung gemacht, dass sich emotionale Blockaden mit sanfter, meditativer Musik besonders gut lösen lassen. Auf einmal durften Tränen fließen, wo zuvor Grübelei vorherrschte und es stellte sich eine relative Klarheit ein, die es mir leichter machte, aus dem Gedankenkarussell auszusteigen. Die Musik wirkte sozusagen wie ein Katalysator und schenkte mir mit ihrer Sanftheit eine tiefe Zuversicht für die darauffolgenden Stunden / Tage. Selten habe ich dies derart intensiv bei anderen, rhythmischeren Musikstücken feststellen können.“2
Mich macht schöne Entspannungsmusik übrigens immer superkreativ, deshalb höre ich sie auch gerne, wenn ich am Schreiben/Arbeiten bin. Das Fokussieren fällt mir leichter und ich gelange schnell in eine entspanntere Grundhaltung. So geht es vielen anderen Menschen auch. Hast du schon einmal ausprobiert, Meditationsmusik o.ä. im Hintergrund laufen zu lassen, während du arbeitest?
Routinen
Auch Routinen können ihren Beitrag dazu leisten, wieder in die eigene Mitte zu kommen. Sie beruhigen den Geist, weil sie ein zumindest temporäres Gefühl von innerer Sicherheit schenken und somit weniger Energie verbraucht wird. Die Botschaft, die man damit an sich selbst richtet, ist: „Da ist etwas, das ich unter Kontrolle habe“. Selbst Tiere etablieren, wann immer es möglich ist, Routinen, um Energie zu sparen.
Ich halte nicht sehr viel davon, Routinen übermäßig stark zu verfolgen oder auszuleben, aber für Zeiten großer Unruhe – oder eben auch für die Zeit danach – können wiederkehrende, gleichartig gestaltete Abläufe sehr beruhigend wirken. Wem es also hilft, der kann zum Beispiel für eine kurze Zeit
feste Uhrzeiten für sich täglich wiederholende Tätigkeiten wählen oder
eine bestimmte Art/Reihenfolge festlegen, wie Dinge getan werden.
Das mag generell erst einmal komisch anmuten, aber vielen hilft es tatsächlich sehr.
Fantasiereisen / Traumreisen
Wenn es nicht gelingt, in die Meditation zu gehen, man aber trotzdem der Ruhemeditation ähnliche Zustände erreichen und für sich nutzen möchte, können Fantasiereisen (auch Traumreisen genannt) eine gute Wahl sein. Dies sind kleine, geführte „Ausflüge in die Imagination“, die meist mit geschlossenen Augen genossen werden und angenehme Bilder und Gedanken hervorrufen, die wiederum zur Entspannung beitragen.
Gezielt die Sinne anregen, z.B. mit Düften
Ein oft unterschätztes Tool ist die Anregung des Riechsinnes. Naturreine ätherische Öle und hochwertige Räucherstäbchen (ich empfehle hier die japanischen oder tibetischen ohne Holzstab) können, je nach Inhaltsstoff und persönlicher Vorliebe, eine wunderbare Unterstützung auf dem Weg zu innerer Ruhe sein.
Ein Tipp: Mache zum Beispiel das Anzünden eines Räucherstäbchens vor Entspannungsmomenten (Meditation, etc.) zur Routine. Der Geist verknüpft den entsprechenden Duft recht schnell mit der Erinnerung an die darauf folgenden Ruhezustände. So gelingt es in schwierigen Zeiten leichter, in die Entspannung zu gelangen.
Fazit
Generell kann man festhalten, dass das sanfte Anregen der Sinne eine gute Methode ist, um nach sehr geschäftigen Zeiten wieder in ruhigere Gemütszustände zu gelangen. In der Natur werden gleich mehrere Sinne angeregt, deshalb – und aus vielen weiteren Gründen – halte ich einen Gang in die Natur für unübertroffen wertvoll, aber auch das Anregen eines konkreten Sinnes wie bei Düften, Klängen oder auch Farben, kann helfen.
Ich weiß…Entspannung braucht freie Zeit, braucht Kapazitäten. Gerade wenn es stressig zugeht, hat man diese nicht immer. Das stellt in der Tat ein großes Problem dar.
Dazu kommt mir in den Sinn, was ich gestern in einem Podcast hörte. Eugen Drewermann (Theologe, Psychoanalytiker und Schriftsteller) sagte sinngemäß: Erholungszeiten fordern selten von alleine ihr Recht und ihren Raum. Vielmehr muss der Freiraum für Entspannung immer wieder verteidigt werden gegen die To Do’s, gegen all das Müssen und Sollen im geschäftigen Alltag.
Das Folgende klingt schrecklich profan und wird so oft verwendet, dass schon kaum jemand mehr hinhört, und doch erweist sich dieser simple Spruch als unglaublich weise 😉 :
Sinngemäßes Zitat, Person ist mir bekannt, möchte jedoch nicht genannt werden, was ich gerne respektiere. ↩︎
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