Autor: Meike

  • Slow Living im Alltag: wie die Umstellung gelingt

    Slow Living im Alltag: wie die Umstellung gelingt

    Hier findest du hilfreiche Tipps rund um das Thema Slow Living im Alltag: Wie kann eine Umstellung gelingen und was braucht es dafür? Lass‘ uns einen Blick auf verschiedene Aspekte und Ideen werfen.

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    Die Lebensweise des Slow Living in das tägliche Tun zu integrieren, stellt einen Prozess dar, dem – wie allem Neuen – Zeit gegeben werden sollte, um sich entfalten und festigen zu können. 

    In den meisten Fällen sind kleine, schrittweise Veränderungen ohnehin nachhaltiger als schnelle, radikale Grunderneuerungen. Es ist schließlich kein geringes Unterfangen, die individuelle Lebensweise umfassend zu hinterfragen und sie in relevanten Bereichen durch neue, gesündere und verträglichere Praktiken zu ersetzen.

    Meine Empfehlung ist daher, nicht gleich zu viel von sich selbst zu erwarten und in kleinen Schritten voranzugehen. Auf diese Weise erreichen wir am ehesten eine Veränderung, die von Dauer ist – und das ist es ja schließlich, was wir letztendlich anstreben, wenn wir beginnen, unsere Gewohnheiten umzuwandeln.  

    In den meisten Fällen sind kleine, schrittweise Veränderungen nachhaltiger als schnelle, radikale Grunderneuerungen.

    Im Folgenden sei einmal grob umrissen, wie die ersten Schritte sich gestalten könnten, wenn du beginnen möchtest, Slow Living im Alltag zu leben.

    Stress – ein komplexes Thema

    Gut für den Einstieg in ein entschleunigtes Leben ist es meiner Empfindung nach, eine kleine, einfach gehaltene Analyse des eigenen Lebensrhythmus aufzustellen.

    Werfen wir dafür zunächst kurz einen Blick auf das Thema Stress.

    Stress im Alltag

    Die Entstehung von Stress ist ein komplexes Thema. Da gibt es auf der einen Seite die äußeren Umstände und auf der anderen Seite unsere Reaktion darauf. Äußere Umstände können wir nicht immer ändern – die Art, wie wir mit ihnen umgehen, hingegen schon. Allerdings braucht eine grundlegende Veränderung unserer Verhaltens- und Reaktionsmuster oftmals Jahre und professionelle Unterstützung. Sich selbst so sehr in der Tiefe zu beleuchten, ist unglaublich lohnend; so weit wollen und können wir an dieser Stelle jedoch gar nicht gehen.

    Vielmehr möchte ich den Fokus einmal darauf legen, was wir aus eigener Kraft hier und jetzt verändern können. Die Slow-Living-Philosophie kann und soll immer nur unterstützend wirken und keinesfalls eine Therapie ersetzen. Es ist vielmehr eine Lebenseinstellung, die begünstigende Faktoren für mehr Ruhe und Raum im alltäglichen Leben schafft.

    Den Alltag analysieren

    Beginnen kannst du sinnvollerweise mit einer Art „Bestandsaufnahme“ der dir zur Verfügung stehenden Zeit und wie du sie nutzt. Ein guter erster Schritt ist beispielsweise, eine Woche lang deinen Alltag zu protokollieren. Das mag im ersten Augenblick seltsam anmuten, ist jedoch ein unglaublich hilfreiches Tool.

    Notiere dir, wieviel Zeit du für Arbeit, Freizeit, Familie, digitale Medien und andere Aktivitäten aufwendest. Diese Analyse kann aufzeigen, welche Bereiche unverhältnismäßig viel Energie beanspruchen und wo Prioritäten verschoben werden könnten. 

    Multitasking als Problem

    Auch das Erkennen „digitaler Stressoren“ ist hilfreich, wenn nicht sogar unerlässlich. Viele Menschen unterschätzen die Belastung, die durch ständige Erreichbarkeit oder Multitasking entsteht. Somit ist es nicht nur die sogenannte Bildschirmzeit an sich, die Energie rauben kann, sondern es sind auch die Dinge, die zeitgleich passieren: 

    Eine Nachricht im Messenger beantworten, während man eigentlich gerade mit dem Haushalt beschäftigt ist; Dinge mit dem Partner besprechen, während man nebenbei im Internet surft; während des Telefonierens aufräumen … die Beispiele sind zahllos. So etwas sollten wir lernen zu erkennen und zu vermeiden – es raubt uns wertvolle Kraft! 

    Den Alltag in Balance bringen

    Hilfreich ist es außerdem, die individuellen Bedürfnisse zu identifizieren. Slow Living im Alltag wirklich zu leben bedeutet, den persönlichen Rhythmus zu finden – einen, der Raum für Regeneration und Freude lässt.

    Wenn du magst, überlege einmal ganz grundsätzlich, welche Aktivitäten dir Energie geben und welche dich auslaugen, und stelle sie am besten schriftlich gegenüber. Dies halte ich für einen essenziellen Schritt, denn zwar kann nicht alles, was unangenehm anmutet, vermieden werden; jedoch finden wir durch eine gründliche Analyse leichter Wege, um unseren Alltag besser in Balance zu bringen. 

    Hier ein paar kleine Schritte für den Einstieg: 

    • Digitale Entgiftung: 
      Wenn es dir hilft, lege bestimmte Zeitfenster für Offline-Zeiten fest. Entsprechende Apps können helfen, die Bildschirmzeit zu überwachen. 
    • Zeit für Achtsamkeit: 
      Beginne den Tag mit zunächst ganz kleinen Achtsamkeitsübungen wie etwa Fünf-Minuten-Meditationen oder tiefem Atmen.   
    • Einfache Genussmomente: 
      Integriere bewusste Rituale in deinen Alltag, wie das Genießen einer Tasse Tee oder das Zubereiten einer Mahlzeit ohne Eile. Diese kleinen Veränderungen fördern eine positive Wahrnehmung des Moments und stärken das Gefühl der Zufriedenheit. 

    Qualität über Quantität

    Generell ist es wichtig, das richtige Mindset zu entwickeln. Wenn Qualität über Quantität gestellt werden soll, bedeutet dies nicht nur, Dinge bewusster wahrzunehmen und öfter im gegenwärtigen Moment zu verweilen, sondern auch, Dankbarkeit zu entwickeln für das, was in unserem Leben ist. Dankbarkeit kann sich jedoch häufig erst einstellen, wenn das Leben bereits ein wenig entschleunigt ist, weil zuvor nicht ausreichend Kapazität für die notwendige Wahrnehmung vorhanden war.

    Und hier sind wir wieder beim Faktor Zeit: Nichts geht von heute auf morgen, nicht alles wird einfach umsetzbar sein. Und vieles von dem, was du an Tipps auf dieser Webseite findest, möchtest du vielleicht auch gar nicht umsetzen; schließlich passt nicht alles für jeden.

    Meditation

    Sich mit sich selbst auseinandersetzen

    Wenn ich dir jedoch eines ans Herz legen darf, und das ist sozusagen mein größter Wunsch und meine beste Empfehlung für dich: Wenn du es bisher noch nicht oder eher verhalten getan hast, beginne, dich intensiv mit dir selbst, deinem Körper und deiner Psyche auseinanderzusetzen.

    Hinterfrage deine Verhaltensweisen, versuche, ehrlich zu dir zu sein, erforsche dein Inneres – vielleicht sogar gemeinsam mit einem Coach, Psychologen oder Heilpraktiker. (Das wäre dann die Annäherung an sich selbst auf sehr tiefer Ebene, die ich eben erwähnte. Als jemand, der selbst schon einmal über längere Zeit psychologische Beratung in Anspruch genommen hat, kann ich sagen, dass es sich immer lohnt, sein eigenes Ich, dieses wilde Gebilde, das sich über viele Jahre ge- und verformt hat, gemeinsam mit einer weiteren Person intensiv anzusehen. Viel Hemmendes, Behinderndes und Unangenehmes lässt sich auf diese Weise auflösen und lockern.)

    Frieden

    Und wenn du magst, schau dir ebenfalls einmal verschiedene spirituelle Richtungen an. Mein Interesse beispielsweise bewegt sich im Bereich der christlichen und islamischen Mystik sowie dem Buddhismus (der übrigens ganz viel Psychologie enthält und ein wunderbarer Weg der Selbsterforschung ist). Das ist nun vielleicht schon ziemlich tiefgehend und speziell, aber es gibt tausend andere Wege, die zu gehen es sich ebenfalls lohnt. Es muss ja nicht gleich ein Theologiestudium sein. 😉

    Ich denke da für Anfänger zum Beispiel an Meditations-Treffen, Tai Chi-Übungen, Achtsamkeits-Kurse, Yoga, … All diese Dinge können sich unglaublich förderlich auswirken. Und ich glaube, die Welt braucht Menschen, die bereit sind, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Vielleicht heute mehr als jemals zuvor. Denn nur wo im Inneren Frieden herrscht, kann er in die Welt getragen werden.

    Jeder Schritt ist ein Erfolg

    Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass es keinen „perfekten“ Weg gibt, Slow Living im Alltag umzusetzen. Jeder Schritt in Richtung Achtsamkeit und Entschleunigung ist ein Erfolg. Es mag hin und wieder herausfordernd sein, doch die Belohnung ist ein Leben voller bewusster Momente und sehr viel mehr Erfüllung. 


    Bilder von Gerd Altmann auf Pixabay; EnergieDeVie auf Pixabay; Martin Baumann auf Pixabay

  • Ruhe finden mit Klangschalen, Zimbeln und Tempelglocken

    Ruhe finden mit Klangschalen, Zimbeln und Tempelglocken

    Hier erfährst du spannende Hintergründe, Infos und Tipps zur Anwendung verschiedener Klangschalen, Tempelglocken und Zimbeln.

    Klangschalen und Klanginstrumente sind wunderbare Tools, um eine heilsame, meditative Atmosphäre zu schaffen: Sie können uns auf einfache Weise darin unterstützen, mehr Ruhe, Gelassenheit und innere Einkehr zu erfahren.

    Grund genug, um einen genaueren Blick auf die Herkunft und Anwendung verschiedener Arten von Klangschalen sowie Zimbeln und Tempelglocken zu werfen.

    Erste Erfahrungen

    Einige Jahre ist es nun schon her, dass ich meine ersten Erfahrungen mit Klangschalen machte. Ich erinnere mich daran, dass ich wie verzaubert war, nachdem ich sie zum ersten Mal angeschlagen hatte. Der Klang schien nicht nur den Raum zu durchdringen, sondern auch auf ganz sonderbare Weise meine Gedanken zu ordnen und mein Inneres zu beruhigen.

    In der Folge kaufte ich mir einige weitere Klangschalen, darunter auch eine Kristallklangschale, die ich bei einer Freundin kennengelernt hatte, sowie ein paar Zimbeln. Heute nutze ich diese wunderbaren Instrumente regelmäßig, um nach einem arbeitsreichen, input-lastigen Tag zur Ruhe zu kommen.

    tibetische Klangschalen
    Tibetische Klangschalen

    Die Klangschale trägt die Gabe in sich, etwas zur Entfaltung zu bringen, das in unserer modernen Hektik oftmals zu wenig Raum findet, nämlich tiefe Ruhe und Entspannung. Der beim Schlagen bzw. Streichen des Klöppels entstehende Ton scheint wie eine Einladung zum Innehalten, Lauschen und Eintauchen in uns selbst.

    Klangschalen und ihre Geschichte

    Die bekanntesten Klangschalen sind wohl die ganz schlicht anmutenden, golden schimmernden tibetischen Klangschalen. Jedoch darf man diese Bezeichnung eher als die Beschreibung einer Produktgattung verstehen, denn die meisten Schalen dieser Art stammen heutzutage tatsächlich nicht aus Tibet, sondern aus Indien. Ebenso produziert werden sie in den umliegenden Regionen des Himalayas, z.B. in Nepal und Bhutan. Sie bestehen aus einer Kupfer-Zinn-Legierung, meist mit einer Reihe von Begleitmetallen.

    Um die Geschichte der Klangschalen ranken sich viele Mythen. Eine der Auffassungen besagt, dass die Ursprünge der Schalen bis ins Altertum zurückreichen, und dass durch die Besetzung Tibets durch China im vergangenen Jahrhundert viel altes Wissen über die Geschichte und die Wirkweise der tibetischen Klangschalen verlorengegangen ist.

    Wissenschaftliche Stimmen betonen, dass es derzeit keinerlei Belege für eine altertümliche Herstellung und Nutzung der Schalen als Therapie-, Klang- oder Meditationsobjekt gibt.

    Wie auch immer die Geschichte der Klangschalen sich tatsächlich zugetragen haben mag – Fakt ist, dass sich die tibetischen Klangschalen heutzutage großer Beliebtheit erfreuen, und das aus gutem Grund: Sie wirken einfach. Meist werden sie als sogenannte Therapieklangschalen für eine Klangmassage verwendet, also für die Anwendung direkt auf dem Körper.

    Klangmassage
    Klangmassage

    Japanische Klangschalen – der Klang des Zen

    Die japanischen Klangschalen werden auch Rin-Schalen genannt. Sie sehen den tibetischen Schalen sehr ähnlich, haben jedoch eine etwas massivere, klarere Form und sind hierzulande nicht allzu bekannt.

    Klangschalen werden in Japan traditionell für Meditations- und Achtsamkeitszeremonien verwendet und sind häufig auch in Zen-Klöstern zu finden. Gelegentlich wird noch zwischen den japanischen und den Zen-Schalen unterschieden; dies bezieht sich allerdings hauptsächlich auf das Herstellungsverfahren: Japanische Klangschalen werden an Drehmaschinen gefertigt und das, was man häufig als Zen-Klangschale beschrieben findet, wird im Gussverfahren hergestellt.

    Gemein haben sie jedoch den bestechend klaren, lange anhaltenden und sehr ausgeprägten Grundton sowie die Verwendungsart (selten bis gar nicht für Klangmassagen, eher in zeremoniellen Anlässen).

    Kristallklangschalen – ein modernes Phänomen

    Kristallklangschalen sind eine moderne Innovation, die ihren Ursprung in den 1980er Jahren in den USA hat. Sie repräsentieren sozusagen eine Weiterentwicklung der bisherigen Traditionen, kombiniert mit neuen technologischen Möglichkeiten. Kristallklangschalen werden aus reinem Quartz hergestellt, der bei sehr hohen Temperaturen geschmolzen und anschließend entsprechend in Form gegossen wird.

    Kristallklangschale
    Kristallklangschale

    Die Reinheit des Quartzes beträgt meist über 99 Prozent. Dies ermöglicht es den Schalen, die typischen klaren Töne mit langen Resonanzen zu erzeugen.

    Ihre Frequenzen werden oft mit den Chakren, den Energiezentren des Körpers, in Verbindung gebracht. (Wenn du übrigens mehr über die Chakren und die Farben, die ihnen zugeordnet werden, erfahren möchtest, schau gerne einmal in diesen Blogbeitrag, in dem ich ausführlich darüber berichte.)

    Wirkung und Anwendungsbereiche von Klangschalen im Detail

    Klangschalen erzeugen durch das Anschlagen oder auch Anreiben bestimmte Schwingungen, die sich in Tönen und Obertönen manifestieren. Diese Schwingungen liegen im Wesentlichen in einem Frequenzbereich zwischen etwa 50 Hertz und 2000 Hertz (Hauptanteil des hörbaren Spektrums), wobei jede Schale aufgrund ihre Größe, Form und Materialzusammensetzung ganz eigene, für sie charakteristische Frequenzen entwickelt.

    verschiedene tibetische Klangschalen
    Klangschalen gibt es in vielen verschiedenen Größen.

    Lasst uns also kurz zusammenfassen: Kristallklangschalen und japanische Klangschalen werden, wie bereits oben erwähnt, eher nicht auf dem Körper angewendet. Dafür eignen sie sich jedoch besonders gut zur energetischen Raumreinigung, zur Meditation oder zur Arbeit mit Chakren und werden dabei frei im Raum platziert. Dass die Anwendung dieser Schalen nicht direkt auf dem Körper passiert, schmälert das Wirkerlebnis jedoch in keiner Weise. Wer schon einmal die unglaubliche Kraft einer Kristallklangschale erlebt hat, wird mir beipflichten.

    Die tibetischen Klangschalen hingegen kann man ganz wunderbar auf dem Körper anwenden und sie somit für eine typische Klangmassage nutzen. Im Folgenden sei einmal grob beschrieben, welche der tibetischen Schalen man für welchen Körperteil verwenden sollte:

    Da haben wir zunächst einmal die großen tibetischen Schalen bzw. Therapieklangschalen, die auf niedrigen Frequenzen schwingen. Sie ergeben einen tiefen, geerdeten Ton und werden im unteren bis mittleren Bereich des Körpers angewendet. Somit sind sie ideal für die Arbeit mit dem Unterbauch, dem Becken und dem unteren Rücken. Nicht geeignet hingegen sind sie für die Anwendung in Kopfnähe. Das Anschlagen von Schalen dieser Größe wird häufig als sehr beruhigend wahrgenommen.

    Klangbeispiel einer großen und somit niedrig schwingenden tibetischen Klangschale

    Die mittelgroßen tibetischen Schalen bzw. Therapieklangschalen werden aufgrund ihrer etwas höheren Frequenz im Brust- und Herzbereich eingesetzt. Anwender berichten häufig, dass sie durch das Anschlagen mittelgroßer Schalen in der Lage sind, Emotionsblockaden besser zu lösen.

    Schließlich gibt es noch die kleinen Therapieklangschalen: Diese klingen sehr hell und sind besonders gut für den Kopf- und Stirnbereich geeignet. Viele Menschen berichten, dass diese kleineren Schalen durch ihre hohen Frequenzen eine Art energetische Reinigung bewirken. Dies kann ich bestätigen – bei Nackenverspannungen oder Kopfschmerzen erfahre ich ihre Anwendung als sehr hilfreich.

    Zimbeln – kleine Instrumente mit großer Wirkung

    Zimbeln, auch Tingshas genannt, sind kleine Klanginstrumente, die traditionell im tibetischen Buddhismus verwendet werden, sich jedoch auch hierzulande immer größerer Beliebtheit erfreuen.

    Zimbeln Tingshas
    Klassische Zimbeln

    Sie sind durch ein Band, meist aus Leder, miteinander verbunden und häufig mit dem Symbol des „Om“, Buchstaben oder spirituellen Zeichen verziert und repräsentieren für viele die Dualität des Lebens, etwa Himmel und Erde, Geist und Materie, etc. – aber eben auch deren Harmonie und das Zusammenbringen der dualistischen Kräfte.

    Häufig werden Zimbeln in Klangsessions und bei Achtsamkeitsübungen eingesetzt. Die Handhabung ist denkbar einfach: Man schlägt sie sanft (!) aneinander.

    Klangbeispiel einer kleinen Zimbel

    Ich persönlich verwende sie am liebsten zum Ein- und Ausleiten einer Meditation.

    Chinesische Tempelglocken

    Der Begriff „Tempelglocke“ ist eigentlich ein wenig irreführend, denn die chinesischen Tempelglocken sehen genau genommen gar nicht aus wie eine Glocke, sondern vielmehr wie eine Klangschale. Deshalb werden sie häufig auch unter dem Begriff „chinesische Klangschale“ geführt.

    Sie sind meist in schwarz gehalten und die Wand der Schale ist relativ dünn, wobei sie zum oberen Rand hin etwas dicker wird. (Hier findet ihr ein Beispielbild.) Der Klang dieser Schalen ist sehr klar; ähnlich wie die japanischen Klangschalen bestechen sie durch einen reinen, lange anhaltenden Ton. Auch diese Klangschalen werden eher für Zeremonien und Meditationen als für Massagen eingesetzt.

    Ein interessanter Fact ist übrigens, dass diese chinesischen Tempelglocken ursprünglich gar nicht aus China kommen, sondern aus Taiwan, das zwar zeitweise zu China gehörte, jedoch ebenso als japanische Kolonie diente und heute unabhängig von beiden Mächten als souveräner Staat agiert.

    Die verborgene Kraft nutzen

    Ob nun die Therapieklangschalen, die Kristallklangschalen, Zimbeln oder Tempelglocken – sie alle verbinden uns mit unserem Inneren und laden uns dazu ein, zu erfahren, dass in Klang und Schwingung eine tiefe, heilsame Kraft verborgen liegt, die wir uns zunutze machen können, um mehr Wohlbefinden und Gelassenheit im Alltag zu erlangen.

    Klangschale und Klöppel
    verzierte, mit Wasser gefüllte Klangschale – das Wasser macht die Schwingungen sichtbar

    Der große Vorteil dieser Klanginstrumente ist, dass wir sie nicht nur in Gemeinschaft, sondern auch in der Einzelanwendung nutzen können.

    Ebenso muss es keineswegs immer gleich ein ganzes Set an Klangschalen sein. Schon mit einer einzigen Schale kann man in der Partner- oder Selbstanwendung wunderschöne, entspannende Effekte erzielen.

    Falls du nun Lust bekommen haben solltest, dich einmal an der Klangschale auszuprobieren, wünsche ich dir viele heilsame Momente und Freude beim Entdecken deines persönlichen Klang-Weges.

    ♥, Meike


    Bildquellen: Eigenes Archiv sowie von Jürgen Rübig auf Pixabay, sofietakesphotos auf Pixabay und Dremati auf Pixabay

  • Die Entstehung des „Slow Living“

    Die Entstehung des „Slow Living“

    Erfahre hier einige interessante Facts zur Entstehung der Slow-Living-Philosophie: von den Anfängen der Bewegung über ihre Entwicklung bis hin zu prägenden Persönlichkeiten.

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    Bereits seit über dreißig Jahren begegnet uns die Idee des Slow Living  – oder sagen wir, seitdem haben wir einen Begriff für etwas, das eigentlich doch ganz natürlich sein sollte; etwas, das einige Menschen schon immer präferiert haben, einfach weil sie spüren, dass es gesünder und erfüllender ist, das Leben in einem angenehmen Tempo zu gestalten.

    Dennoch ist es nicht sehr verwunderlich, dass sich in unserer industrialisierten, hochtechnologisierten Welt eigens ein Begriff für diese entschleunigte Lebensart gebildet hat. Denn wo etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist, entsteht die Notwendigkeit für einen Gegenpol. 

    Slow Food als Gegenpol zu Fast Food

    Und so kam es, dass im Jahre 1986 ein Italiener namens Carlo Petrini1 ein “Slow Food”-Restaurant eröffnete – direkt gegenüber einer ebenfalls neu eröffneten Filiale des Fast-Food-Riesen Mc Donald’s. Die Kette hatte sich neben der Spanischen Treppe in Rom niedergelassen, einer der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Italiens aus dem 18. Jahrhundert. Dies führte zu Unmut in der Bevölkerung; es bildeten sich sogar Protestbewegungen.

    Spanische Treppe Rom
    Die Spanische Treppe in Rom

    Die Eröffnung von Petrinis Slow-Food-Lokal war Teil dieser Gegenbewegung und richtete sich gegen die Schnelllebigkeit und Uniformität der modernen Konsumgesellschaft.

    Die Ausweitung der Bewegung

    Heute hat die Slow-Food-Bewegung Anhänger in über 160 Ländern und geht weit über das Thema Ernährung hinaus: Petrinis Ansatz wurde schnell auf andere Lebensbereiche übertragen. Dies führte schließlich zur Entstehung der Slow-Living-Bewegung, wie wir sie heute kennen. Sie erwuchs, so könnte man sagen, aus der Bewusstwerdung, dass viele Menschen nicht nur ihre Beziehung zum Essen, sondern auch zur Zeit, zu ihrer Arbeit und zu sich selbst verloren hatten.

    Von Italien aus verbreitete sich die Idee anschließend in Europa und darüber hinaus, begleitet und unterstützt von einem ohnehin wachsenden Interesse an Themen wie Work-Life-Balance und Nachhaltigkeit.  

    Prägende Persönlichkeiten

    Von wissenschaftlich-intellektueller Seite geprägt wurde die Bewegung beispielsweise von dem österreichischen Schriftsteller und Philosophen Ivan Illich. Seine Ideen, insbesondere aus Werken wie „Tools for Conviviality“ (1973) und „Deschooling Society“ (1971), legten bereits vor der Entstehung von Slow Living als Definition eine intellektuelle Grundlage für viele der Werte und Praktiken, die diese Lebensart ausmachen.

    Auch die Degrowth-Bewegung (im deutschsprachigen Raum unter “Postwachstumsbewegung” bekannt) trug ihren Teil zur Formung des Geistes dieser Lebensart bei. 

    Degrowth Bewegung
    Demonstration in Leipzig – degrowth.org

    Ebenfalls eine Rolle in der Entstehungsgeschichte spielt sicherlich auch der Soziologe Hartmut Rosa, der den Begriff „Beschleunigungsgesellschaft“2 prägte und damit vereinfacht gesagt einen ungesunden, durch technologische Innovation und wirtschaftliche Zwänge begünstigten Lebensrhythmus beschrieb.

    Eine Philosophie der Entschleunigung

    Ivan Illich, Hartmut Rosa – und mit ihnen noch viele weitere bekannte und weniger bekannte Akteure – waren also auf die eine oder andere Weise an der Entstehung des „Slow Living“ beteiligt, manchmal ganz bewusst, manchmal vielleicht eher unbeabsichtigt.

    Gemeinsam mit unzähligen Menschen, die sich jeden Tag wieder neu für Achtsamkeit, bewusste Langsamkeit und Simplizität entscheiden, haben sie ihren Beitrag geleistet, der Entwicklung von „Schneller, Höher, Weiter“ eine Philosophie der Entschleunigung entgegenzusetzen. 

    Slow Living

    Würde man mich fragen, ob die Entstehung von Slow Living als Begriff und Lebensphilosophie letztendlich die Kraft hat, sich in noch größerem Maße durchzusetzen, müsste ich sagen: Ich bin nicht allzu optimistisch.

    Sicher ist jedoch, dass diese schöne und heilsame Lebensart bereits jetzt viele Menschen in ihrer Entwicklung bereichert und erleichtert hat – und das ist ein unglaublich großer Gewinn.


    1. Weiterführende Informationen zu Carlo Petrini und seiner Bewegung finden sich unter www.slowfood.com ↩︎
    2. Hartmut Rosa, „Beschleunigung. Die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne“, Suhrkamp, 2005 ↩︎

    Quelle Fotografie Degrowth-Demo: Von danyonited, Klimagerechtigkeit Leipzig – leipzig.degrowth.org/de/downloads/, leipzig.degrowth.org/wp-content/uploads/2013/12/Demonstration-Genug-ist-genug-f%C3%BCr-alle-Fotos-Klimagerechtigkeit-Leipzig.zip, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=35589296

    Quelle aller anderen Fotografien: Pixabay

  • Leben ohne Warum

    Leben ohne Warum

    Einfach mal sein. Das Dasein wahrnehmen, nur einen Augenblick lang leben ohne Grund, ohne Auftrag, ohne Handeln, ohne Input: Solche Momente scheinen rar geworden in unserer heutigen Zeit. Lies im Folgenden ein paar Gedanken dazu.

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    Wo immer wir zerrissen sind zwischen Sein und Handeln, zwischen Empfinden und Tun, da leben wir nicht ohne Warum, sondern berechnen Aufwand und Erfolg, schreibt die Mystikerin Dorothee Sölle in ihrem Buch „Mystik und Widerstand“.1 Dieses Leben ohne Warum, das „sunder warumbe“, wie es im Spätmittelalter der Theologe Meister Eckhardt nannte bzw. als Begriff prägte, ist in unserer schnelllebigen, durchstrukturierten und nutzenorientierten Zeit keine Selbstverständlichkeit (mehr). Wann tun wir schon einmal wirklich Dinge nicht ihres Nutzens wegen, sondern einfach so, aus dem Herzen heraus, ohne Erwartung eines bestimmten Ergebnisses? Wann dürfen Menschen, Tiere und Pflanzen einfach mal keinen direkten Nutzen haben, sondern einfach nur da sein?

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    Die Rose ist ohne Warum. Sie blühet, weil sie blühet. Sie achtet nicht ihrer selbst, fragt nicht, ob man sie siehet. – Angelus Silesius (1624-1677)

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    Es taucht die Frage auf: Wann können wir das denn überhaupt noch – einfach ohne Warum leben, sein, tun? Man könnte sagen, gefühlt wird die Zeit dazu immer knapper. Arbeit, Familie, Haushalt, Freunde, Konsumaktivitäten, Freizeitstress, Verpflichtungen – wo bleibt da das „sunder warumbe“, die Freiheit in der Freizeit (und auch in der Arbeit), die Wertschätzung des Einzelnen mit all seinen Bedürfnissen, die Achtsamkeit, und wie soll da noch Absichtslosigkeit hineinpassen? Doch wenn man diese Fragen so stellt, denke ich, unterliegt man einer Fehlannahme. Es geht nicht nur darum, was wir tun, sondern vielmehr, wie und mit welcher Geisteshaltung wir es vollbringen.

    Sicherheitsdenken

    Meiner Erfahrung nach ist der Grat sehr schmal und vor allem zu Beginn wahrlich nicht ohne Anstrengung passierbar, und doch – es gibt es (noch), das Potenzial für ein Leben ohne Warum, für ein Sein und Tun ohne Absicht und Erwartungen. Das Potenzial ist vorhanden. In jedem von uns. Wo immer wir zerrissen sind zwischen Sein und Handeln, da leben wir nicht ohne Absicht, nicht aus vollem Herzen, nicht in Achtsamkeit. Sowieso sind wir in der Regel nicht gut darin, einfach zu sein. Handeln scheint viel sicherer – und darum geht es dem gemeinen Menschen schließlich – um Sicherheit, wenn er sich dessen auch selten bewusst ist. Handeln mit eigennütziger Absicht hat in der Regel das Erschaffen von vermeintlicher Sicherheit zum Ziel. Ich tue, also bin ich. Handeln bedeutet Selbstdefinierung. Ich handele, also bin ich wer, ich kann mich definieren über das, was ich tue. Und wer sich über etwas definieren kann, der erfährt ein Gefühl von Sicherheit. All diese Mechanismen sind so alt wie die Menschheit selbst, und sie sind keineswegs unsinnig, sondern dem uns innewohnenden Überlebens- und Fortpflanzungstrieb zuzurechnen.

    Nur haben wir darüber ganz vergessen (oder vielmehr selten wirklich entdeckt), dass die Rechnung so nicht vollkommen aufgeht. Da gibt es noch das einfache Da-Sein, das absichtslose, nicht an einem persönlichen Nutzen orientierte Handeln. Die Erkenntnis, dass man tun kann, was getan werden muss, während man vollkommen achtsam und liebevoll ist, nicht hadernd, sondern erfüllt von Gleichmut und Gewahrsein. Dass man Unangenehmes fühlen und aushalten kann, ohne eine unheilsame Tat folgen lassen zu müssen. Und andererseits auch, dass man wieder fühlen lernt – sich selbst spüren lernt, und auch das Leid der anderen Wesen.

    Vergänglichkeit

    Das Sich-Definieren über etwas und das Generieren eines Sicherheitsgefühls durch eben diese Selbstdefinition kann nie vollkommene Sicherheit bedeuten, nie vollkommen Frieden, nie vollkommene Freiheit. Weil alles, über das wir uns im Außen definieren können, vergänglich ist. Ob nun das Erreichte im Leben, ein guter Job oder auch Verpflichtungen und Mühsal, die uns widerfahren – all das ist vergänglich. Und je mehr wir uns an das Vergängliche haften, desto weniger Platz hat das Leben ohne Warum in uns, desto weniger Platz hat das in uns, was wirkliche Freiheit bedeuten kann; das, was uns eine neue, nicht vergängliche Dimension von Sicherheit und Geborgenheit bescheren möchte.

    Nun, ich schreibe diesen kleinen Text und habe am Ende keine Schritt-für-Schritt-Anleitung parat, die das Erreichen dieser tieferen, steten und nicht-weltlichen Sicherheit und Geborgenheit in Aussicht stellt. Schließlich befinde ich mich ja selbst noch auf der Reise.

    Aber beispielsweise der Buddha hatte eine, schon vor über 2500 Jahren. Und viele Spirituelle, Mystiker, Propheten und Geistliche haben wertvolle Hinweise dazu gegeben, weil sie alle diesen Grat selbst beschritten haben. All diese einsamen Wanderer haben an irgendeinem Punkt ihres Lebens erfahren, dass das dürstende Sehnen, das in jedem von uns liegt, sei es auch noch so tief vergraben, nicht in der äußeren Welt zu stillen ist.

    Sie haben sich aufgemacht, den weiten und oft beschwerlichen Weg der Erkenntnis zu beschreiten – diesen Pfad ohne Umkehr, der sie tief in ihr Inneres führte, und zwischendurch, mitten auf der Reise, auch zum „sunder warumbe“, zum Verständnis von einem Leben ohne Warum – von einem Leben, gelebt um des Wunder des Lebens Willen, geprägt von einem Wirken, das nicht den Wurzeln der Angst entspringt, sondern denen der Liebe.

    ♥, Meike

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    Bild von Gabriela Piwowarska auf Pixabay

    1. „Mystik und Widerstand – Du stilles Geschrei“, Kreuz Verlag 2014 ↩︎
  • Die wohltuende Kraft der Farben

    Die wohltuende Kraft der Farben

    Hast du schon einmal von der Wirkung der Farben gehört und davon, wie du die bewusste Farbwahrnehmung für dich nutzen kannst? Erfahre mehr über die spannende Welt der Farbtherapie, die Eigenschaften der jeweiligen Farbe und die Möglichkeiten, sie im Alltag positiv für dich zu nutzen.

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    Es war Anfang des neunzehnten Jahrhunderts, als Goethe seine Publikation „Die Farbenlehre“ veröffentlichte. Er beschrieb darin unter anderem die psychologische Wirkung von Farben auf Körper, Geist und Seele.
    Weit davor, nämlich im 17. und 18. Jahrhundert, erforschte der Naturwissenschaftler Isaac Newton bereits das Licht und seine Farben. 1

    Wir wissen also schon lange, wie sehr Farben uns beeinflussen. Sie berühren unser Innerstes, wirken über das Unterbewusstsein und erzeugen Gefühle / Stimmungen. Dies machen sich nicht nur die Wellness- und Werbebranche, sondern auch Therapeuten zunutze („Farbtherapie“), und selbst der morgendliche Gang zum Kleiderschrank ist nicht selten begleitet von der Überlegung, welche Farbe für den jeweiligen Tag wohl am besten geeignet erscheint. Wir können also festhalten: Farben „machen etwas mit uns“.

    Sich auf die Reise der bewussten Farbwahrnehmung begeben

    Aufgrund ihrer Wirkung auf unser Unterbewusstsein können wir Farben gezielt einsetzen, um hinsichtlich unserer Gefühle und Stimmungen bestimmte positive, entspannende und belebende Effekte hervorzurufen.

    Doch dafür müssen wir zunächst einmal feststellen, wie die einzelnen Farben zueinander stehen und wie sie auf uns wirken.
    In der künstlerischen Farbenlehre2 zählen zu den Grundfarben (Primärfarben) Rot, Gelb und Blau. Die sogenannten Sekundärfarben hingegen sind aus Mischungen entstanden – sie beinhalten Orange, Grün und Violett. All diese Farben werden in warme und kalte Farben eingeteilt.

    Weiß, Schwarz, Grau und Braun gelten als neutral und sind daher nicht im Farbkreis enthalten.
    (Der Vollständigkeit halber sei hier erwähnt, dass es hinsichtlich der Farbenlehre verschiedene Ansätze und Farbkreise gibt. Hier alle detailliert zu beschreiben, würde jedoch zu weit führen.)

    Farben und ihre Wirkung

    Im Folgenden findest du eine kurze Beschreibung der Wirkweise einer jeweiligen Farbe.3
    Grundsätzlich gilt immer, und das ist ein ganz wichtiger Aspekt: Fühle in dich selbst hinein und schaue auf deine gegenwärtige Situation: Was macht die jeweilige Farbe in der derzeitigen Situation mit dir? Wie fühlt es sich an, von ihr umgeben zu sein? Stimmt deine Wahrnehmung mit den allgemeinen Assoziierungen überein? All diese Dinge sollten bedacht werden und daher kann die folgende Übersicht auch nur eine erste allgemeine Orientierung sein.

    Kalte Farben

    Grün
    wirkt entspannend und regenerativ. Es steht für Harmonie, Frische, Wachstum und Erneuerung. Aufgrund dieser Eigenschaften lässt es sich wunderbar mit den dunkleren Erdtönen kombinieren.

    Blau
    wirkt besänftigend. Es steht für Stille, erfrischende, klare Kühle und Inspiration. Sowohl der Blick in das Himmelblau eines warmen Sonnentages als auch in das satte Blau der Dämmerung tun gut und schaffen ruhige Klarsicht.

    Türkis4
    steht für Kreativität, Ausdruck und künstlerische Energie.

    Violett
    ist eine Farbe, die dem spirituellen und höheren Bewusstsein zugesprochen wird. Meine persönliche Empfindung ist, dass Violett eine sehr kraftvolle Farbe ist, die gleichzeitig vitale Energie und in sich ruhende Weisheit verkörpert.

    Warme Farben

    Rot
    ist eine Farbe, die durchaus aggressiv und dominant wirken kann. Jedoch verkörpert sie zugleich auch Attribute wie Liebe, Wärme und Mut.

    Orange
    Orange steckt voller Energie und Kreativität; sie und fördert eine lebensbejahende Grundhaltung und regt dazu an, „in die Tat überzugehen“. Ruhe hingegen wird man mit Orange eher selten fördern.

    Gelb
    ist die Sonnenfarbe; sie versprüht Lebenskraft und Freude. Sie weckt auf und energetisiert.

    Neutrale Farben

    Braun5
    wirkt erdend und harmonisierend. Somit vermittelt es ein Gefühl von Stabilität und Ruhe.

    Weiß
    vereint alle anderen Farben miteinander. Wie keine andere Farbe steht sie für Klarheit, Reinheit und Weisheit.

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    Die Farben der Natur wahrnehmen und nutzen

    Es gibt viele Wege, die Wirkung der Farben für uns zu nutzen. Einer davon ist die bewusste Wahrnehmung der Farben der Natur. Begeben wir uns also auf einen Spaziergang, haben wir die Möglichkeit, ganz bewusst hinzusehen. Dann wird uns, zum Beispiel im Wald, sehr häufig die Grün-Braun-Kombination begegnen. Wir erinnern uns: Grün wirkt regenerativ und steht für Wachstum und Erneuerung. Braun wiederum wirkt erdend und vermittelt Ruhe und Stabilität. Dies ist eine wunderbare Kombination, die eine stärkende Wirkung auf uns haben kann, wenn wir uns ganz bewusst mit dieser Intention auf einen Waldspaziergang begeben.

    In anderen Landstrichen wird uns vielleicht überwiegend reines Grün begegnen (Felder, Wiesen,…) oder auch die Kombination Blau-Braun (Sandfarben), wie zum Beispiel am Meer oder am See.

    Wollen wir also in die Natur gehen, um uns bewusst bestimmten Farbtönen und -nuancen auszusetzen, lohnt es sich, zu überlegen: Was brauche ich momentan am ehesten? Wie ist meine Gefühlslage / Grundstimmung und welche Farbe könnte mir helfen und mich stärken?

    Man kann es selbstverständlich auch anders herum machen, indem man schaut: Welche Farben begegnen mir heute verstärkt und was können sie mir schenken?

    Die Imagination: In Farben baden

    Manchmal möchten wir vielleicht die Wirkung einer bestimmten Farbe nutzen, haben jedoch gerade nicht die Möglichkeit, uns ihr konkret auszusetzen. Dann ist eine gute Alternative, sich die jeweilige Farbe mit geschlossenen Augen vorzustellen, am besten im Rahmen einer kleinen Entspannungsmeditation. Nimm ein Bad in der Farbe, die du für dich ausgewählt hast, lass dich von ihr umhüllen und spüre, wie ihre Eigenschaften sanft Raum einnehmen.

    Mit Farben gestalten

    Einige Möglichkeiten, Farben ganz gezielt einzusetzen bzw. sich ihnen auszusetzen, sind:

    • Die Wahl der Kleidung
      Diesen Punkt finde ich persönlich ein wenig schwierig, da ich als eher minimalistisch angehauchter Typ nicht viel Geld und Zeit auf Kleidung verwende und eher mal aussortiere, als dass ich Kleidung im Überfluss hätte. Dementsprechend gering sind bei mir auch die Wahlmöglichkeiten. Aber ich war ohnehin nie der Typ für allzu Buntes. Doch vielleicht sieht das bei dir ja ganz anders aus. Ich kannte mal eine Frau, die hat sich tatsächlich jeden Morgen, ganz nach Bauchgefühl, für eine der eingangs erwähnten Primärfarben entschieden. Mal ging sie in Rot, mal in Blau.
    • Die Innenraumgestaltung
      Hier sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt, sofern man das nötige Kleingeld für Umgestaltungsmaßnahmen besitzt. Aber vielleicht müssen es ja nicht gleich neu tapezierte Wände oder eine teure Sofagarnitur sein. Auch Grünpflanzen, Decken und Überwürfe können tolle Akzente setzen.

    Mit den Chakren arbeiten

    In der traditionellen Yogalehre wird den feinstofflichen Energiezentren unseres Körpers große Bedeutung beigemessen – sie nennen sich Chakren. Das Wort Chakra stammt aus dem Sanskrit, bedeutet so viel wie „Rad / (Kreis)lauf“ und beschreibt kreisförmige Schwingungsfelder des Körpers. Es gibt sieben Hauptchakren, denen jeweils eine bestimmte Frequenz und Farbe zugeordnet ist.

    • Von unten nach oben gesehen befindet sich am Steißbein das Wurzel-oder Basischakra. Ihm ist die Farbe Rot zugeordnet.
    • Darüber, ungefähr zwei Finger breit unter dem Bauchnabel, sitzt das Sakralchakra. Diesem gehört die Farbe Orange.
    • Es folgt das Solarplexus-Chakra mit der Farbe Gelb.
    • In der Herzgegend sitzt das Herzchakra. Die Farbe dazu ist Grün.
    • Zwischen Halsgrube und Kehlkopf befindet sich das Hals-Chakra. Diesem ist die Farbe Türkis / Blau zugeordnet.
    • Nun folgt das Stirnchakra mit der Farbe Indigoblau.
      Ganz oben sitzt das Scheitel- oder Kronenchakra (violett).
      Die beiden oberen Chakren sind auf der Abbildung zu einem zusammengefasst, werden jedoch meist noch unterschieden, deshalb führe ich sie hier getrennt auf.

    Hier tiefer in die Materie der Chakren, ihrer Farben und Frequenzen sowie der menschlichen Aura einzusteigen, würde tatsächlich den Rahmen sprengen; das tue ich an anderer Stelle. Jedoch möchte ich nicht unerwähnt lassen, wie man die Chakren und ihre Farben für sich nutzen kann, zum Beispiel indem man eine kleine Chakren-Imagination vollzieht. Dazu braucht es nicht viel; lediglich ein wenig freie Zeit und relative Stille sind vonnöten. Lege oder setze dich bequem hin und fühle in dich hinein.

    • Entweder du spürst nach, in welcher Region bzw. in welchem Chakra deines Körpers gerade eine Art Blockade sitzt und stellst dir die jeweilige Farbe dazu vor
    • oder du gehst den Weg direkt über die Farbe: Spüre einmal nach, welche Farbe (anhand ihrer Eigenschaften oder dem Bauchgefühl) dir gerade gut tun würde. Während du die Farbe imaginierst, kannst du mit deiner Aufmerksamkeit zusätzlich zu dem der jeweiligen Farbe zugeordneten Energiezentrum gehen. Verweile dort, solange es sich für dich gut anfühlt.

    Sonderfall Pastelltöne: Harmonie schaffen

    Pastelltöne sind sanfte, hellere Varianten der oben bereits dargestellten Farbtöne. Sie entstehen, indem man den jeweiligen Farben eine geringere Sättigung („Chroma“) zuweist. Würde man ein Bild malen und seine Farben dafür auf einer Palette selbst mischen wollen, müsste man also mehr Weiß hinzufügen.
    In ihrer Wirkweise unterscheiden sich diese Varianten von ihren Grundtönen. Sie vermitteln – relativ unabhängig von der Ursprungsfarbe – immer eine gewisse Ruhe, Sanftheit und gleichzeitig eine aufgeweckte Klarheit.
    Mit Pastelltönen kann man in Innenräumen schöne Effekte erzielen und zu einer Atmosphäre der Entspannung beitragen, ohne dass der Raum zu dunkel oder schwer wirkt.
    Fühle in dich hinein und schaue, ob und wann Pastelltöne sich anbieten.

    Abschließendes

    Zum Ende möchte ich noch einmal erwähnen, dass es meiner Ansicht nach wirklich gut und wichtig ist, zu prüfen:

    • Welche Empfindungen tauchen bei mir auf, wenn ich eine bestimmte Farbe betrachte?
    • Was fühlt sich für mich stimmig an, unabhängig davon, was gemeinhin über Farben und ihre Wirkweise gelehrt wird?
    • In welchem Kontext steht die jeweilige Farbe derzeit in meinem (Er-)Leben?

    Auch sei hier noch einmal darauf hingewiesen, wie lohnend es ist, zu schauen, mit welchen anderen Farben ein Farbton zusammen wirken darf und kann. (Siehe das Beispiel „Wald“: Grün und Braun.)

    Vielleicht magst du die eine oder andere Praxis aus diesem Beitrag ausprobieren und bekommst so ein erstes Gefühl dafür, wie sehr die innere Arbeit mit Farben deinen Alltag bereichern kann.

    ♥, Meike


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    Abbildung der Chakren: Bild von Clker-Free-Vector-Images auf Pixabay
    Bild „Wassertropfen“ von Anja auf Pixabay
    Bild „Wald“ von Delyth Williams auf Pixabay

    1. Isaac Newton: „Optik oder eine Abhandlung über die Reflexion, Brechung, Beugung und die Farben des Lichtes“, London, 1704 ↩︎
    2. Farbkreis nach Itten ↩︎
    3. Als Quelle und Anregung diente mir für diesen Abschnitt unter anderem das Buch „Farbwelten“ von S. Hoppen, 2010, Gerstenberg Verlag ↩︎
    4. Türkis zählt im Farbkreis von Itten genau genommen zu den Tertiärfarben. ↩︎
    5. Braun ist nicht im Farbkreis von Itten enthalten, daher führe ich es unter „neutrale Farben“ auf. Viele ordnen es jedoch den warmen Farben zu, was ich für legitim und nachvollziehbar halte. ↩︎
  • 5 simple Entspannungstipps für stressige Zeiten

    5 simple Entspannungstipps für stressige Zeiten

    Zu viel um die Ohren? Vielleicht ist unter diesen fünf einfachen Tipps zum Stressabbau etwas dabei, das dir zusagt. Erfahre hier, was helfen kann, um wieder in einen Zustand der relativen Ausgeglichenheit zu gelangen, so dass in der Folge weiterführende Entspannungstechniken besser greifen können.

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    „Wenn der Mensch zur Ruhe gekommen ist, dann wirkt er.“ (Francesco Petrarca)

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    Während ich diesen Artikel schreibe, sitze ich im Grünen. Es ist ein lauer Sommertag und ein leises Lüftchen geht. Ich befinde mich, so könnte man sagen, gerade in einer absolut stressfreien Zone. Für meine Kreativität ein Glücksfall; nicht immer kann man unter solch angenehmen Bedingungen schreiben, leben, arbeiten. Dankbarkeit macht sich breit. Solche Gegebenheiten waren rar in den letzten Monaten. Allzu oft überwog die Geschäftigkeit und in der freien Zeit war ich zu müde, um mir in ausreichendem Maße Gutes zu tun.

    Apropos sich etwas Gutes tun – ich erinnere mich an eine Situation aus meiner Ausbildung zur Entspannungstherapeutin: Die Teilnehmer standen im Rund und vertrieben sich die Pausenzeit mit Smalltalk. Eine Dame war im Begriff, von einem eigentlich sehr unspektakulären Ereignis zu berichten (der Kontext sei hier einmal vernachlässigt) und setzte an, zu erzählen: „Tja, so etwas passiert mir auch hin und wieder. Zum Beispiel letztens. Da saß ich auf dem Sofa, meine Füße steckten gerade seit zwei Sekunden in einem Rosenbad, als es an der Tür klingelte…“
    Sie wurde durch eine andere Kursteilnehmerin jäh unterbrochen: „Siehst du!“, rief sie laut aus, „genau das ist es! Genau das macht den Unterschied! Man muss es einfach nur tun!“ In ihrem Blick lag so etwas wie Sehnsucht.

    Was sie meinte, war das Rosenbad. Ein Akt der Selbstfürsorge, eine Unterbrechung des rein funktionalen Daseins, eine Tat ohne Erwartung eines für andere sichtbaren Ergebnisses. Einfach so, inmitten – oder vielmehr trotz – des Alltags.

    Wieder zu sich selbst finden

    Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es fast wie ein inner-revolutionärer Akt anmuten kann, wenn man nach langer Zeit der übermäßigen Geschäftigkeit zum ersten Mal wieder etwas für sich selbst tut. Seltsam, fast fremd, fühlt es sich dann an, wieder Zeit auf das eigene Sein zu verwenden und nicht auf die äußere Welt. Es ist eine leise, zaghafte Annäherung an das ewige Sehnen, welches tief in uns wohnt. Das Sehnen nach Wohlgefühl, Heilung, Ganzwerden, Angenommensein. Nach der Abwesenheit von Stress.

    Wenn ich mich lange nicht in ausreichender Form um mich selbst gekümmert habe, dann ist es mir oftmals nicht möglich, sofort wieder mit langen Meditationen oder Dergleichem zu beginnen. Da muss was Leichteres, Einfacheres her. Eine seichte Entspannungsmethode für den Wiedereintritt in ein stressreduziertes Leben quasi.

    Doch…wie kann so etwas aussehen, welche Methode eignet sich, wenn es darum geht, überhaupt erst einmal wieder in eine gelassenere Grundhaltung zu finden? Die folgenden Punkte haben sich für mich und viele andere als sehr hilfreich erwiesen:

    Natur-Erfahrungen

    Es kann wahre Wunder wirken, sich nach stressigen Zeiten auf einen einfachen Spaziergang in die Natur zu begeben – am besten alleine, ohne Partner oder Freunde, denn auf diese Weise ist viel mehr „Wahrnehmungskapazität“ vorhanden: Wir können uns ganz der Natur widmen und uns als einen Teil von ihr erleben.
    Sehr gut für die ganz persönliche Natur-Zeit eignen sich Waldgebiete oder auch, falls möglich, das Meer bzw. ein Seeufer.

    Meer

    Naturgenuss und -wirkung 2.0 sozusagen entstehen übrigens, wenn man sich dazu entschließt, nicht nur umherzugehen, sondern sich an einen geeigneten Ort zu setzen (oder falls dies nicht möglich ist, hier und da für einen Augenblick stehenzubleiben) und seine Sinne zu trainieren:

    • Was höre ich?
    • Was sehe ich?
    • Was rieche ich?
    • Was spüre ich?

    All das unterstützt das Verweilen im gegenwärtigen Moment, das Aufmerksamsein. Und es lässt Alltagsgedanken und -sorgen für eine Weile verstummen.

    Ich empfehle übrigens, in der warmen Jahreszeit und auf geeignetem Untergrund (z.B. auf Wiesen, im Garten, im Sand, etc.), barfuß zu laufen. Das trainiert die Fußmuskulatur und schafft eine direkte Verbindung mit Mutter Erde, die reich an Elektronen ist. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass diese vom Körper aufgenommen werden können und dort antioxidativ wirken.1 Auch das Schwimmen in natürlichen Gewässern (also in Seen oder im Meer) hat einen ähnlichen Effekt.

    Entspannungsmusik

    Ruhige, meditative Klänge können dabei helfen, sich selbst wieder in die Ruhe zu führen. Meine Erfahrung ist: Je minimalistischer desto besser. In Zeiten von Streamingplattformen steht einem dafür eine schier unvorstellbar große Auswahl an Künstlern, Playlists und Klängen zur Verfügung. Nutzen wir doch einfach dieses Geschenk!

    Mich macht schöne Entspannungsmusik übrigens immer superkreativ, deshalb höre ich sie auch gerne, wenn ich am Schreiben/Arbeiten bin. Das Fokussieren fällt mir leichter und ich gelange schnell in eine entspanntere Grundhaltung. So geht es vielen anderen Menschen auch. Hast du schon einmal ausprobiert, Meditationsmusik o.ä. im Hintergrund laufen zu lassen, während du arbeitest?

    Routinen

    Auch Routinen können ihren Beitrag dazu leisten, wieder in die eigene Mitte zu kommen. Sie beruhigen den Geist, weil sie ein zumindest temporäres Gefühl von innerer Sicherheit schenken und somit weniger Energie verbraucht wird. Die Botschaft, die man damit an sich selbst richtet, ist: „Da ist etwas, das ich unter Kontrolle habe“. Selbst Tiere etablieren, wann immer es möglich ist, Routinen, um Energie zu sparen.

    Ich halte nicht sehr viel davon, Routinen übermäßig stark zu verfolgen oder auszuleben, aber für Zeiten großer Unruhe – oder eben auch für die Zeit danach – können wiederkehrende, gleichartig gestaltete Abläufe sehr beruhigend wirken. Wem es also hilft, der kann zum Beispiel für eine kurze Zeit

    • feste Uhrzeiten für sich täglich wiederholende Tätigkeiten wählen oder
    • eine bestimmte Art/Reihenfolge festlegen, wie Dinge getan werden.

    Das mag generell erst einmal komisch anmuten, aber vielen hilft es tatsächlich sehr.

    Fantasiereisen / Traumreisen

    Wenn es nicht gelingt, in die Meditation zu gehen, man aber trotzdem der Ruhemeditation ähnliche Zustände erreichen und für sich nutzen möchte, können Fantasiereisen (auch Traumreisen genannt) eine gute Wahl sein. Dies sind kleine, geführte „Ausflüge in die Imagination“, die meist mit geschlossenen Augen genossen werden und angenehme Bilder und Gedanken hervorrufen, die wiederum zur Entspannung beitragen.

    Gezielt die Sinne anregen, z.B. mit Düften

    Ein oft unterschätztes Tool ist die Anregung des Riechsinnes. Naturreine ätherische Öle und hochwertige Räucherstäbchen (ich empfehle hier die japanischen oder tibetischen ohne Holzstab) können, je nach Inhaltsstoff und persönlicher Vorliebe, eine wunderbare Unterstützung auf dem Weg zu innerer Ruhe sein.

    Ein Tipp: Mache zum Beispiel das Anzünden eines Räucherstäbchens vor Entspannungsmomenten (Meditation, etc.) zur Routine. Der Geist verknüpft den entsprechenden Duft recht schnell mit der Erinnerung an die darauf folgenden Ruhezustände. So gelingt es in schwierigen Zeiten leichter, in die Entspannung zu gelangen.

    Fazit

    Generell kann man festhalten, dass das sanfte Anregen der Sinne eine gute Methode ist, um nach sehr geschäftigen Zeiten wieder in ruhigere Gemütszustände zu gelangen. In der Natur werden gleich mehrere Sinne angeregt, deshalb – und aus vielen weiteren Gründen – halte ich einen Gang in die Natur für unübertroffen wertvoll, aber auch das Anregen eines konkreten Sinnes wie bei Düften, Klängen oder auch Farben, kann helfen.

    Ich weiß…Entspannung braucht freie Zeit, braucht Kapazitäten. Gerade wenn es stressig zugeht, hat man diese nicht immer. Das stellt in der Tat ein großes Problem dar.

    Dazu kommt mir in den Sinn, was ich gestern in einem Podcast hörte. Eugen Drewermann (Theologe, Psychoanalytiker und Schriftsteller) sagte sinngemäß: Erholungszeiten fordern selten von alleine ihr Recht und ihren Raum. Vielmehr muss der Freiraum für Entspannung immer wieder verteidigt werden gegen die To Do’s, gegen all das Müssen und Sollen im geschäftigen Alltag.

    Das Folgende klingt schrecklich profan und wird so oft verwendet, dass schon kaum jemand mehr hinhört, und doch erweist sich dieser simple Spruch als unglaublich weise 😉 :

    Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!

    ♥, Meike

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    Beitragsbild von Candiix auf Pixabay

    1. z.B.: https://www.liebertpub.com/doi/10.1089/acm.2007.7048 ↩︎
    2. Sinngemäßes Zitat, Person ist mir bekannt, möchte jedoch nicht genannt werden, was ich gerne respektiere. ↩︎
  • Die Scheu und der Zauber des Anfangs

    Die Scheu und der Zauber des Anfangs

    Wenn wir etwas vollkommen Neues beginnen, spüren wir oftmals eine gewisse Scheu, ein wenig Unsicherheit. Es müssen sich die Dinge erst finden. Innerhalb der gerade geborenen Ideen und dessen praktischer Umsetzung sind noch keine Strukturen vorhanden; alles kostet viel Überlegung. Insbesondere dann, wenn eben diese Ideen zahlreich sind. Wie baue ich meine Webseite auf? Welchen Dingen gewähre ich Vorrang? Alles gar nicht so einfach. Und doch: Es ist da auch dieser Zauber, die Vorfreude.

    Gerade gestern habe ich zu dieser Webseite einen Instagram-Kanal eröffnet. Noch sind die Seiten bezüglich ihres Inhalts recht übersichtlich. Wenn ihr mögt, schaut trotzdem mal vorbei, ich freue mich über einen Besuch:

    Wenn ihr selbst einen WordPress-Blog habt, folgt mir gerne – selbstverständlich folge ich zurück. 🙂

    ♥, Meike

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    Bild von Daniel Kirsch auf Pixabay

  • Willkommen auf Leiser Leben!

    Willkommen auf Leiser Leben!

    Schön, dass du hergefunden hast. Auf dieser Webseite möchte ich dir durch meine Blogbeiträge und Angebote die Gelegenheit bieten, zu entdecken, wieviel Wert und Schönheit darin liegt, „leiser“ zu leben.

    Die Idee des Slow Living

    Leiser leben meint: Achtsamer leben. Bewusster leben. Langsamer leben. Intensiver wahrnehmen. Seinen Konsum (nicht nur im materiellen Sinne) zu hinterfragen. Häufiger innezuhalten und eine gewisse Gelassenheit Einzug halten zu lassen. All diese Dinge bezeichnen im Wesentlichen das Konzept des Slow Living, welches ich als Lebensmodell und Grundeinstellung präferiere. Diese Lebensart ist es, von der ich dir auf dieser Webseite erzählen und die ich dir näherbringen möchte.

    Und somit berührt das, was ich dir hier schenken möchte, als logische Konsequenz auch den spirituellen Aspekt unseres Daseins, denn Slow Living ist für mich eng verbunden mit Spiritualität, also einer konfessionsübergreifenden Auseinandersetzung mit Inhalten, die das Potenzial haben, inneren und äußeren Frieden zu mehren.

    Stöbere also gerne in den Blogartikeln und Archiven und lass‘ dich inspirieren!

    Über die Autorin

    am Meer

    Mein Name ist Meike. Aufgewachsen im nördlichen Deutschland und in einem christlich geprägten Umfeld, begann während meiner Jugendzeit das Interesse an anderen Religionen und allgemeinen spirituellen Inhalten zu wachsen. Seit jener Zeit bilde ich mich in diesem Bereich weiter und lerne stetig hinzu.

    Nach der Schule absolvierte ich zunächst eine dreijährige Lehre im kaufmännischen Bereich und arbeitete anschließend in verschiedenen Positionen in großen Unternehmen. Einige Jahre später schloss ich zudem eine Ausbildung zur Journalistin beim Deutschen Fachjournalistenverband ab.

    Die Neuausrichtung

    Mein Burnout änderte alles. Diese tiefgreifende Erfahrung bescherte mir ein größeres Verständnis der Funktionsweise von Psyche und Körper. Ich lernte, wie wichtig es ist, gut auf sich selbst zu achten und sich Inseln im oftmals rauen und schnelllebigen Alltag zu schaffen – und somit seinem Leben schrittweise eine Richtung zu geben, die heilsam ist und zu mehr Zufriedenheit, Gesundheit und innerem Wachstum beiträgt.

    In den Folgejahren richtete ich meinen Fokus daher wieder verstärkt auf den spirituellen und gesundheitlichen Aspekt: Ich ließ mich zur Entspannungstherapeutin ausbilden und erlangte Zusatzqualifikationen im Bereich Klangschalenmassage, Sound Healing, Reiki und der progressiven Muskelentspannung nach Jacobsen.

    Langsamer und gelassener

    Auf meinem Weg begegnete mir schließlich auch die Idee des Slow Living. Dieses Lebensmodell in meinen Alltag zu integrieren und es Schritt für Schritt umzusetzen, hat mich in den Jahren nach dem Burnout sehr stabilisiert und letztendlich dermaßen fasziniert, dass ich diese schöne Lebensart auch heute noch präferiere.

    Apropos Lebensart: Eine weitere große Leidenschaft von mir ist seit über sieben Jahren die Beschäftigung mit verschiedenen Weltmusikinstrumenten und ihrer heilsamen Wirkung – ein wunderbares Feld für mehr Tiefe und Gelassenheit im Alltag! Mein besonderes Interesse gilt den Windinstrumenten, zum Beispiel den indischen, japanischen und chinesischen Flöten. (Wenn du magst, schau mal auf meinen YouTube-Kanal, den ich zum Thema Weltmusik-Instrumente betreibe. 🙂 ).

    Die facettenreiche Lebensart des Slow Living und ebenso meine Erfahrungen im spirituellen Bereich sind es also, die ich weitergeben möchte, in der Hoffnung darauf, dass die hier bereitgestellten Informationen dazu beitragen mögen, einen wohltuenden und heilsamen Unterschied im Leben der Leser zu machen.

    ♥, Meike